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Externe Festplatten einbauen und einrichten

Installation und Inbetriebnahme einer externen Festplatte

Die Erweiterung der Festplattenspeicherkapazität eines Computers kann durch Einbau oder Anschluss einer Festplatte in einem externen Festplattengehäuse erfolgen. Letzteres ist optimal geeignet für technisch weniger Versierte. Dies bietet darüber hinaus den großen Vorteil, dass die Daten auf der Festplatte auch jederzeit an anderen Computern genutzt werden können. Sie finden eine Auswahl von solchen Gehäusen, zum Teil auch mit eingebauten Festplatten, auf der LINDY Website in der Rubrik USB & FireWire.

Externe Laufwerks-Gehäuse werden in der Regel über die USB, die FireWire oder die SATA-Schnittstelle an den Rechner angeschlossen. Die SATA Schnittstelle ist etwas für Technikfreaks und bietet zwar die größte Performance, erfordert aber zusätzliche auch bei LINDY erhältliche Komponenten zur Herausführung einer SATA Schnittstelle aus dem Rechner. USB und FireWire geben sich hier wesentlich anschlussfreudiger. In den meisten Fällen ist ein FireWire Anschluss unkomplizierter und schneller als USB, allerdings sind FireWire Anschlüsse an Rechnern nicht so verbreitet wie USB Anschlüsse. Laufwerksgehäuse mit FireWire Interface sind deutlich teurer als die mit reinem USB Interface. Sollten Sie jedoch weder einen FireWire- noch einen schnellen USB-Anschluss in der Version 2.0 an Ihrem Rechner haben, so sollten Sie den Einbau einer PCI Combo USB 2.0 & FireWire PCI Karte erwägen oder die Festplatte unflexibel im Rechner installieren. Auf jeden Fall finden Sie alle benötigten Komponenten auf der LINDY Website. Eine Übersicht über die stets aktuellen Preise finden Sie in der Rubrik USB & FireWire.

Wenn Sie an einer einfachen Backup-Lösung Interesse haben, sollten Sie sich unbedingt unsere One-Push-Easy-Backup Gehäuse näher anschauen an. Der Backupprozess wird durch einen Knopfdruck am USB Gehäuse ausgelöst und läuft dann vollautomatisch durch.

Im Folgenden erläutern wir alle grundlegenden Schritte und geben noch weitere Hinweise:

  • Der Einbau der Festplatte
  • Verbindung von Rechner und externem Laufwerk
  • Installation der Treiber
  • Initialisierung der Festplatte

Was wird benötigt?

  1. Festplatte (die Schnittstelle der Festplatte, IDE/ATA oder SATA, muss zum Gehäuse passen)
  2. Externes Laufwerksgehäuse
  3. Werkzeug, meist reicht ein Schraubendreher

Jedes gute Gehäuse bringt eine Einbau- und Installationsanleitung mit, zumindest auf Englisch. Manches Modell bringt ebenfalls einen einfachen Schraubendreher für die Montage mit. Die Angaben über den Lieferumfang finden Sie bei den jeweiligen Produktbeschreibungen. Eine Anleitung für die Formatierung der Festplatte ist sehr vom eingesetzten Betriebssystem und von den Anforderungen des Anwenders abhängig – diese ist in der Regel nicht bei den Gehäusen enthalten. Einige nützliche Tipps hierzu finden Sie weiter unten.

Der Einbau der Festplatte

Die Anschlüsse einer IDE/ATA Festplatte Die Anschlüsse einer IDE/ATA Festplatte:

Power Socket – der Anschluss für die Stromversorgung der Festplatte. Achten Sie unbedingt auf die abgerundeten Ecken, um den Stecker nicht falsch herum einzustecken (s.u.).

Jumper Block – eine Steckbrücke wird so gesetzt, dass die Festplatte als MASTER konfiguriert wird – zwingend erforderlich (näheres s.u.).

IDE Connector – der Datenanschluss. Setzen Sie hier das Datenkabel auf und achten Sie auf die Nase am Stecker und die Aussparung an der Buchse (s.u.).

Die Anschlüsse eines externen 5,25"-Gehäuses

Die Anschlüsse eines externen 5,25"-Gehäuses:

Prinzipiell sind dies die gleichen Anschlüsse wie im 3,5" Gehäuse

Power Connector – der Stecker für die Stromversorgung der Festplatte.

IDE Ribbon Cable – das Datenkabel.

Audiokabel gibt es nur bei einigen 5,25" Laufwerkgehäusen für CD/DVD Laufwerke. Dieses Kabel wird benutzt, um den Line-Out Ausgang des CD/DVD Laufwerkes nach außen zu führen.


Anschlüsse Laufwerksgehäuse

1. Setzen Sie den Jumper auf die Position MASTER (entfällt bei SATA Festplatten)

An welcher Stelle die Brücke gesteckt werden muss, steht auf dem Label oder der Platine der Festplatte. Dies ist abhängig vom Hersteller und Modell! Möglicherweise finden Sie diese Information auch auf der Webseite des Festplattenherstellers.


Connecting IDE cable to dri

2. Setzen Sie nun das IDE Datenkabel auf und achten Sie auf die Nase am Stecker und die Aussparung an der Buchse. Falls diese nicht vorhanden ist, prüfen Sie ob im Kabelstecker ein Anschlusspin in der Mitte verschlossen ist, dieser muss passend über den fehlenden Pin an der Festplatte platziert werden. Falls beides nicht vorhanden ist, schließen Sie das Kabel so an, dass die rote Kabelmarkierung am IDE-Kabel zum Jumper Block zeigt.


power connector close up Die Form des Steckers für die Stromversorgung verhindert das falsche Einstecken an der Festplatte.
Power connection plugged in Wenn alle Stecker angeschlossen sind sollte es wie auf diesem Bild aussehen.

Schrauben Sie die Festplatte im Gehäuse fest und schließen Sie dann das Gehäuse entsprechend der jeweiligen Gehäuseanleitung.

Verbindung von Rechner und externem Laufwerk

Verbinden Sie das Gehäuse mit seinem Netzteil und schalten Sie das Gehäuse und den Rechner ein. Nachdem der Rechner vollständig hochgebootet ist können Sie die Kabelverbindung (USB oder FireWire) zwischen Rechner und Gehäuse herstellen.

Alles Weitere hängt jetzt sehr von Ihrem Betriebssystem ab. Wir gehen hier im Folgenden nur auf aktuelle Windows-Betriebssysteme ein.

Installation der Treiber

Ein modernes Betriebssystem wird die neu angeschlossene Hardware automatisch finden und die entsprechenden Treiber automatisch einbinden. Unterbrechen Sie diesen Vorgang nicht!!!

Zuerst wird in der Regel der Treiber für die Interface-Elektronik im Laufwerksgehäuse installiert. Falls Windows diese Treiber nicht automatisch findet und einbindet, erlauben Sie Windows auf einer dem Gehäuse beiliegenden CD oder im Internet nach den passenden Treibern zu suchen. Eventuell können Sie passende Treiber auch von der Webseite des Gehäuselieferanten oder -hersteller herunterladen und manuell installieren. Sollten Sie bei dieser Prozedur auf unlösbare Probleme treffen, so sollten Sie ihr Windows per Windows Update via Internet oder auf andere geeignete Weise auf einen aktuellen Stand bringen. Solche Probleme sind in der Regel ein deutliches Zeichen dafür, dass die Konfiguration Ihres Rechners und Betriebssystems ein gravierendes Problem aufweist. Es ist in der Regel kein Problem des externen Gehäuses. Versuchen Sie das Problem Ihres Rechners zu beseitigen bevor Sie andere Maßnahmen in Betracht ziehen.

Wenn die Treiber korrekt eingebunden und installiert sind, teilt Ihnen Windows mit, dass die neue Hardware nun betriebsbereit sei.

Initialisierung der Festplatte

Falls Sie eine fabrikneue Festplatte erstmals an einen Rechner anschließen, muss die Platte zuerst mit einem Dateisystem formatiert werden bevor die Platte verwendet werden kann.

Unterschiedliche Betriebssysteme verwenden unterschiedliche Dateisysteme und Strukturen, Sie müssen das für Sie in Frage kommende Dateisystem selbst wählen.

Unter Windows XP sind NTFS und FAT32 oder FAT16 verwendbar. Am universellsten ist FAT32, es unterstützt aber verschiedene moderne Features von NTFS wie erhöhte Datensicherheit auch bei Abstürzen und Stromausfällen sowie Zugriffsrechte auf Dateien und Verzeichnisse nicht. Wenn auf letzteres Wert gelegt wird und auch keine Kompatibilität zu anderen und älteren Betriebssystemen wie Windows ME oder älter erforderlich ist, ist NTFS die erste Wahl. NTFS unterstützt auch Dateien größer als 4GB, FAT32 kann dies nicht, eventuell ein gravierender Nachteil für Video DVD Files!

Um die neue Festplatte mit einem Dateisystem zu versehen starten Sie unter Windows die Datenträgerverwaltung (Startmenü -> Systemsteuerung -> Verwaltung -> Computerverwaltung) bzw. für LINUX/UNIX das jeweils zur Verfügung stehende Verwaltungstool oder Shell-Kommando. Achten Sie aber darauf, nicht versehentlich bereits existierende Laufwerke ihres Rechners neu zu formatieren – hierbei würden Sie alle Ihre bisherigen Daten löschen!!! Lassen Sie sich eventuell auch von der Windows Hilfe führen. Alternativ können Sie auch einen erfahrenen Freund oder einen Computerhändler hierbei um Hilfe bitten, der Zeitaufwand ist relativ gering.

Nachdem Sie die Einrichtung des Dateisystems erfolgreich abgeschlossen haben, wird Ihre neue Platte als weiteres Laufwerk zur Verfügung stehen.

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